Krankenkasse? Nein, Danke!

Sehr geehrter Besucher

Danke für Ihren Besuch auf meiner Webseite.

Lange habe ich darüber nachgedacht und auch daran gearbeitet meine KK Zulassung zu bekommen. Leider musste ich feststellen, dass das Erhalten und das Behalten der Zulassung mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden ist. Daher habe ich mich vorerst entschlossen keine KK Zulassung zu beantragen. Die Gründe werde ich Ihnen in dieser Mitteilung darlegen.

Als freiheitsliebender Mensch wurde ich mit gewissen Zwangsmaßnahmen seitens der Organisationen, die die Zulassungen erteilen, konfrontiert. Die Ausbildung die ich absolvieren durfte hat in der Schweiz den Wert der eidgenössischen Ausbildung. 3,5 Jahre habe ich in diese Grundausbildung investiert und somit die umfangreichste Ausbildung abgeschlossen, die man in diesem Berufsfeld absolvieren kann. Diese Ausbildung ist völlig ausreichend und medizinisch fundiert um bei der KK Massagen und andere therapeutische Behandlungen abrechnen zu können. Man kann ohne Umschweife davon reden professioneller Therapeut zu sein.

In der Schweiz wird man allerdings jährlich zu Maßnahmen gezwungen, die für mich nicht nachvollziehbar sind. Die finanziellen Belastungen die nur für den Erhalt der Zulassung gefordert werden, stehen meiner Meinung nach in keinem Verhältnis. Da laufen Kosten zusammen für Pflichtweiterbildungen und damit einhergehenden Verdienstausfällen, jährliche Mitgliedsbeiträge beim EMR, ASCA und weiteren Organisationen die leider keinen Unterschied machen zwischen top ausgebildeten Therapeuten und Therapeuten die Ihre Ausbildung in wenigen Modulen gemacht haben und am Menschen arbeiten dürfen. Selbst Therapeuten die schon Jahre oder gar Jahrzehnte erfolgreich in Ihrem Beruf arbeiten, werden zu diesen Pflichtmassnahmen über das Regelwerk gezwungen. Ich bin nicht bereit meine wertvolle Zeit diesen Regeln zu opfern.

Ich habe mich mit vielen Therapeuten ausgetauscht und viele sind darüber sehr verbittert. Sie müssen sich Weiterbildungen suchen, auf die sie keine Lust haben oder kaum etwas mit diesen Weiterbildungen beim praktischen Arbeiten anfangen können. Sie machen das nur um die Zulassung behalten zu können. Das hat aus meiner Sicht nichts mit Professionalität oder Qualitätssicherung zu tun. Ein Schweizer Verband für medizinische Masseure hatte gar bis Ende 2014 seinen Mitgliedern die Möglichkeit eröffnet den eidgenössischen Titel für 400 CHF zu kaufen, sofern sie die Ausbildung absolviert haben, die eine Stufe unter der eidgenössischen Ausbildung ist. Aus meiner Sicht ist das Betrug am Kunden/Patienten und auch ein Schlag ins Gesicht der Therapeuten, die die eidgenössische Ausbildung regulär absolviert und sich den Prüfungen unterzogen haben. Da bleibt die Qualität auf der Strecke und der Kunde/Patient wird auf der Suche nach einem Profi in die Irre geführt. Er bezahlt die Behandlung mit seinem schwer verdienten Geld in dem Glauben einen guten Therapeuten zu haben und wundert sich eventuell über ausbleibende Therapieerfolge.  Das hat mit Professionalität nichts zu tun.

Ich arbeite ständig daran mein Wissen, meine Massagen und meine Therapien zu verbessern. Mittlerweile seit 16 Jahren. Ich habe meine Berufung gefunden und übe sie mit großer Sorgfalt aus. Die wachsende Anzahl meiner Stammkunden geben mir Recht in dem was ich tue. Deshalb richtet sich mein Angebot an die Menschen die Wert auf Qualität legen und dies zu schätzen wissen. Ich kann nicht jedem zu seinem gewünschten Ergebnis verhelfen, aber ich bin Profi genug um zu erkennen, wann es sinnvoll ist, dem hilfesuchenden Menschen andere Behandlungsformen zu empfehlen. Mein Ziel ist ganz klar demjenigen weiterzuhelfen, auch wenn es für mich bedeutet, dass ich weniger Geld in der Tasche habe. Mein Gewissen ist mir da wichtiger.

Mit besten Grüssen an meine Kunden, Besucher meiner Webseite und zukünftigen Menschen die ich noch kennen lernen darf.

 

Patrick Geisler